Für mich ist ein angenehmes Miteinander beim Essen sehr wichtig – und das schaffe ich nur mit einer Tischordnung. Als Mittel- und Treffpunkt, an dem wir uns mindestens einmal am Tag treffen, spielt diese Zeit eine zentrale Rolle in unserem Leben.

Um auch hier ein entspanntes Leben zu gewährleisten gibt es bei uns ein paar Regeln:

• jeder füllt sich selber auf und zwar soviel, wie er für den Moment essen möchte
• was aufgefüllt ist wird gegessen – also eher zu Beginn weniger, gern später nachnehmen
• es wird mindestens ein Probierlöffel gegessen
• wir fangen gemeinsam an zu essen
• die Ellenbogen gehören zu jeder Zeit vom Tisch
• keine Beine oder Füße auf dem Stuhl, die da nicht hingehören
• kein Schmatzen, der Mund bleibt beim Kauen geschlossen
• kein Schaufeln
• wer alt genug ist, kann Messer und Gabel benutzen – und das bitte so früh wie möglich
• kauen, schlucken, sprechen
• es wird in einer angemessenen Lautstärke gesprochen
• kein singen, pfeifen, klatschen
• keine Schulthemen oder sonstige schwere Redekost (dafür gibt es andere Zeiten)
• wenn alle fertig sind, bringt jeder sein Geschirr in die Spülmaschine.

Ich weiß, hört sich sehr rigide an, doch die Regeln haben sich bewährt. Ich bin mir sicher, dass unsere Kids auch an fremden Tischen willkommene Gäste sind.

Wir essen übrigens in der Regel mindestens eine halbe Stunde, oft auch länger – viel länger.

Bilderquelle: www.unsplush.com/PepeNero