Mit Muße bezeichnet man die Zeit, die eine Person nach eigenem Wunsch nutzen kann. Diese Bezeichnung auf Wikipedia trifft es im Kern. Es hat vielleicht auch etwas mit Langeweile zu tun, doch eher im Sinne von ‚langer Weile‘, wie Wilhelm Schmid, Glücksforscher aus Berlin, es bezeichnet.

Bei uns ist die Zeit der Muße von jeher Bestandteil des Alltags. Schon früh durften unsere Kids lernen, dass ich nicht ihr Entertainer bin. Mit Vorschlägen zur Gestaltung im Falle aufkommender Langeweile habe ich mich sehr zurückgehalten. Dies hatte zur Folge, dass die Kids tatsächlich Muße kennen und schätzen gelernt haben.

Ein Beispiel ist das Bild oben, das Julius und Martin zusammen durch Zufall, so wie die Muße sich halt ergab, gemalt haben. Dabei haben sie jeder Stück für Stück das Bild sinnlos mit kleinen Ideen entstehen lassen und so etwa 20 Minuten mehr oder weniger stillschweigend zusammen gemalt. Das schöne daran war, dass Julius als Linkshänder und absoluter NichtZeichner sehen durfte, dass er sehr wohl etwas Kreatives zu Papier bringen kann. Er ist mächtig stolz darauf.

Muße ist wichtig, um Dinge entstehen zu lassen.
Muße ist wichtig, um Enge zu verlassen.
Muße ist wichtig, um Energie zu tanken.
Täglich.

Hier der wunderbare Artikel von Wilhelm Schmid, Professor für Philosophie – Muße muss sein: 

http://www.deutschlandradiokultur.de/sinnvolle-lebensfuehrung-musse-muss-sein.2162.de.html?dram:article_id=363670