„Kannst du nicht endlich mal …“

„Du bist schon wieder …“

„Andauern sage ich dir …“

„Permanent machst du …“

„Immer muss ich dich …“

Das sind durchaus die gängigen Aussagen, wenn wir selber mit einer Situation nicht glücklich sind und das Gegenüber etwas nicht so sagt, macht oder tut, wie wir es erwartet haben. Unsere Formulierung ist jammernd, anklagend und unter Umständen auch verletzend. Das führt dazu, und in den meisten Fällen zu recht, dass schlechte Stimmung entsteht, eine Diskussion entfacht wird und vielleicht am Ende lautest Gezeter auf beiden Seiten herrscht.

Zielführend ist das definitiv nicht. Zudem kostet es Nerven, Zeit und unfassbar viel Energie.

Die Alternative sind klare Ich-Botschaften, die dein Gefühl, deine Sicht der Dinge, deinen Wunsch genau in diesem Augenblick zum Ausdruck bringen. Und ja, es Bedarf der Übung, nicht gleich los zu reden. Vielleicht nimmst du dir vor, es zu ändern und ich verspreche dir, das Miteinander wird viel leichter. Du wirst erstaunt sein, was auf einmal alles geht.

Hier ein paar Ansätze für deine neuen Sätze:

„Ich verstehe dich …“

„Mein Gefühl ist …“

„Ich wünsche mir, dass …“

„Es wäre mir lieber, wenn …“

„Mir wäre es eine große Hilfe, dies …“

Und sollte es dir nicht sofort gelingen und du schon dein Immer, Permanent, andauernd ausgesprochen haben – kein Ding, sag oder denk einfach: Ah, Mist, ich wollte es doch anders machen. Einmal einatmen, ausatmen und gleich neu formulieren.

Manchmal hilft es auch eine Situation zu beschreiben:

„Ich sehe einen Schulranzen, über den ich gleich falle, mir den rechten Arm breche und für eine Woche im Krankenhaus liege.“

„Ich finde ein nasses Handtuch auf meinem Bett. Ich möchte ungern in einem feuchten Bett schlafen. Ich denke, ich tausche das Bett heute Nacht mit Max.“

Bildurquelle: www.unsplash.de/Nick Karvounis