Nach dem Mutter-Kind-Turnen bzw. dem klassischen Kinderturnen kommt sehr bald die Suche nach Alternativen für den Sport. Und nicht jedes Kind ist ein kleiner Fussballfan. Viel wichtiger bei all dem ist: Dein Kind lernt beim Sport das Durchhalten und vor allem Dinge auszuhalten.

Ich empfehle dir zu schauen, welche Angebote in deiner Nähe sind und die sich auf Dauer entspannt erreichen lassen. Vielleicht hast du ja auch schon ein Gefühl für dein Kind entwickelt, was es mag und was nicht.

Hier ein paar Impulse, die dir helfen können:
• Judo ist mit viel Körperkontakt verbunden – dein Kind wird angefaßt
• Teams wie Fussball etc. benötigen Teamplayer – dein Kind braucht ein offenes Wesen
• Schwimmen ist tatsächlich wichtig – das sollte jedes Kind lernen und mindestens das Silber-Abzeichen absolvieren; es könnte sein Leben retten
• Radfahren ist klasse – das hilft dir, kein Mamataxi zu sein
• Karate ist ein Sport, den du gemeinsam mit deinem Kind starten kannst – bis zu den ersten gemeinsamen Prüfungen, also etwa die ersten 2-3 Jahre, könnt ihr zusammen den Sport betreiben
• Bei allen Ballsportarten hilft es, wenn sich bald ein gutes Ballgefühl bei deinem Kind einstellt – ansonsten liegen seine Stärken eindeutig woanders
• Sportarten für ein gutes Körpergefühl und Körperspannung sind alle Tanzsportarten, Klettern, Kunstturnen und Parkour/Freerunning – alles Sportarten, wo erst einmal der Einzelne gefordert ist und das Kind sich somit auf sich selbst konzentrieren kann
• Leichtathletik ist vielleicht der vielseitigste Sport – Laufen (lange/kurze Strecken/Staffel), Hoch-, Stabhoch-, Drei-, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus-, Speer-, Hammerwurf
• Skate- und Longboard sowie Inlineskates sind einfach cool – das Inlinern sollte unbedingt jemand vermitteln, der Ahnung davon hat, um das Risiko einer Verletzung zu vermeiden

Bitte gib deinem Kind die Chance, sich einen Sport auszusuchen. In der Regel kann man im Verein 2-3 Mal schnuppern gehen, was auch für eine Entscheidung völlig ausreicht.

Ich empfehle dir sehr, bei einer Entscheidung mit deinem Kind zu besprechen, bis zu welchem Ziel oder Zeitrahmen es diesen Sport dann mindestens ausüben möchte. Hierbei geht es nicht nur um das Erreichen eines Zieles wie zum Beispiel eine Prüfung, sondern auch zu lernen, Dinge durch- und auszuhalten und zu Ende zu bringen. DAS sind lebenswichtige Eigenschaften, die du deinem Kind damit auf den Weg gibst. Zudem vermeidest du aufkommende Diskussionen, falls mal keine Lust auf Sport ist – die Entscheidung wurde bereits gefällt. Falls nötig macht gerne einen handschriftlichen Vertrag.

Das geht dann auch … irgendwann … eventuell …